Anleger bulgarischer Banken weiter unsicher, Zentralbank gibt 1.7 Millionen Euro

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Am Montag bildeten sich erneut lange Schlangen vor den Schaltern bulgarischer Banken, nachdem bereits am Freitag viele Anleger durch Gerüchte über eine Bankenpleite verunsichert wurden und ihr Geld abgehoben haben. Unterdessen hat der bulgarische Staatsschutz 6 Personen festgenommen, die die offensichtlich falschen Gerüchte in der Absicht,dem Staat auf kriminelle Weise zu schaden, in Umlauf gebracht haben sollen. Einer der Verdächtigen ist bereits wieder auf freiem Fuß. Die Verantwortlichen der Zentralbank forderten indes die Schaffung eines neuen Straftatbestandes bei mutwilliger Schädigung des Finanz- und Bankensystems.

Bulgariens Staatspräsident Rosen Plewniew versicherte der Bevölkerung erneut, das es keine Bankenkrise gäbe und die Einlagen sicher seien.  ”Es gibt keine Bankenkrise, lediglich eine Vertrauenskrise.” sagte das Staatsoberhaupt auf einer Pressekonferenz am Sonntag.

Inzwischen hat sich die bulgarische Zentralbank eingeschaltet und 1,7 Milliarden Euro Kredite zur Sicherung der Liquidität der betroffenen Banken zur Verfügung gestellt. Für derartige Maßnahmen ist eine Genehmigung der Europäischen Kommission notwendig, die bereits eingeräumt wurde.  Der Zuständige EU-Kommissar, Joaquin Almunia, begrüsste diese Maßnahme.

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