Nachrichtenüberblick Bulgarien vom 20.05.2014-08.06.2014

Nachrichtenüberblick

Die Europawahl hat die bulgarische Regierung in tiefe Bedrängnis gebracht. Nachdem die Opposiotion Neuwahlen gefordert hat, hat auch der Junior-Partner in der Regierungskoalition der Regierung die Unterstützung entsagt. Zum Schluss blieb auch der regierenden, sozialistischen “Koalition für Bulgarien” nichts anderes übrig, als den Weg für Neuwahlen frei zu machen.

Der ehemalige Innenminster Tsvetan Tsvetanov ist zu vier Jahren haft verurteilt worden, nachdem er während seiner Amtszeit in einem Abhörskandal seine Kompetenzen überschritten hat. In zwei anderen Verfahren um die gleiche Sache ist er freigesprochen worden. Ihm steht jedoch noch das Rechtsmittel der Berufung zur Verfügug.

Ende Mai sind nach heftigen Regenfällen im zentralen Nordbulgarien mehrere Flüsse über die Ufer getreten. In Apriltsi, einem Dorf in der Oblast Targoviste sind Keller und Häuser überflutet worden.In der Oblast Veliko Tarnovo wurde eine Brücke unterspühlt.

Der Bau der “South Stream” Gaspipeline von Russland in die EU ist im aufgrund von Rechtsfragen und einer möglichen Umstrukturierung der Gasversorgung in der EU nun doch vorerst gestoppt worden. Das Projekt verstösst möglicher Weise gegen EU-Recht, das es untersagt,dass der Gaserzeuger auch für den Transport verantwortlich ist. Zuvor hatte sich Energieminister Stoinev und einige weitere Politiker gegen die Verordnung der EU, das Projekt einzufrieren, gewehrt.

Sofia könnte ab Ende Juni ohne Rettungsdienst verbleiben. Die dort angestellten Ärtzte und Sanitäter drohen mit dauerhafter Arbeitsniederlegung, sollten sich ihre Arbeitsbedingungen und Gehälter bis dahin nicht verbessern. Die Bediensteten haben neben niedrigen Löhnen vor allem mit schlechten Gerätschaften und mangelhafter Infrastruktur zu kämpfen.

In den Regionen Haskovo und Kardzhali haben Landwirte mit einer Plage der marokkanischen Heuschrecke zu kämpfen. Die Schädlinge sind über Griechenland und die Türkei ins Land gekommen und werden mittels Agrarfliegern, die Insektenvernichter versprühen, bekämpft.

Quellen:BTV,Focus, BNR

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