Regenfälle in Bulgarien: 14 Tote nach Überschwemmungen

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VARNA: Heftige Regenfälle in Varna haben im Stadtviertel “Asparuchowo”  zu Überschwemmungen geführt, die 14 Menschen, darunter 2 Kindern das Leben gekostet haben.3 weitere Personen werden vermisst.Zwischenzeitlich war von 10 Toten die Rede, am Nachmittag musste diese Zahl jedoch korrigiert werden.  Laut dem Direktor der Polizeidirektion Varna sind jedoch weitere Opfer zu befürchten. Die Zahl der Verletzten konnte bislang nicht bestimmt werden. Auch die Sachschäden in dem 27.000 Einwohner starken Stadtteil sind enorm. So rissen die Massen aus Schlamm und Wasser dutzende Autos mit sich, verkeilten sie miteinander und spülten sie teilweise bis ins Hafenbecken. Wieviele Häuser unterspült sind, konnte am Abend nicht abschließend geklärt werden. Premierminister, Innenminister und weitere hohe Beamte trafen am Abend in Varna ein und sicherten schnelle Hilfe zu. Der Strom in der betroffenen Region ist noch bis vorraussichtlich Morgen früh abgestellt. Der öffentliche Nahverkehr in der Hafenstadt kam ganz zum Erliegen, auch der Bahnverkehr wurde zeitweise ausgesetzt. Auch andere Stadtteile und Satellitenstädte, darunter der bei ausländischen Urlaubern besonders beliebte Goldstrand sind betroffen, jedoch gibt es vorerst keine Berichte über Verletzte oder hohe Sachschäden. Noch regnet es in Varna, die Nacht verlief relativ ruhig.

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Auch in anderen Teilen des Landes haben heftige Regenfälle zu Schäden an Autos und Häusern geführt, im Umland von Burgas ist für mehrere Stunden der Strom ausgefallen, das Wasser stand dort bis zu 30 cm hoch in den Strassen. Bei Montana in Nordwestbulgarien sind mehrere Häuser unbewohnbar. Stark betroffen ist auch das Balkangebirge, die Anzahl der beschädigten oder zerstörten Gebäude geht in die hunderte. In Kilifarevo nahe Veliko Tarnovo wurde ein Teil der Bevölkerung evakuiert,die Situation sei dramatisch.Wind und Wasser deckten Häuser ab und ließen sie Einstürzen.  Es wurden wichtige Passstraßen gesperrt, darunter der Pass der Republik, über den normalerweise der Schwerlastverkehr Richtung Türkei geleitet wird. In der Hauptstadt Sofia wurden einige Bäume entwurzelt und eine Strassenbahnbrücke musste vorrübergehend gesperrt werden.

Aktualisiert: 20.06.2014,09:23

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