Nachrichtenüberblick Bulgarien vom 08.06.2014-02.07.2014

Nachrichtenüberblick

Der Parteivorsitzende der Bulgarischen Sozilistischen Partei, Sergey Stanishev verlässt das Bulgarische Parmalent und nimmt seine Arbeit als EU-Parlamentarier auf.

Nach der Katastrophe in Varnas Stadtteil Asparuhovo sind nach den Worten des Bürgermeisters von Varna, Ivan Portnich, 10 Häuser einsturzgefährdet und müssen abgerissen werden.

Asylbewerber aus Syrien helfen beim Wiederaufbau in Asparuhovo. Auch eine Gruppe Medizinstudenten aus Deutschland helfen bei der Beseitung der Flutschäden.
Aus der Bevölkerung sind über eine halbe Million leva Spendengelder und 5 Busse mit Lebensmitteln und Kleidung gespendet worden.
Der Bulgarische Staat trifft Maßnahmen zur Integration von 2.450 Asylbewerbern. Als eine neue Strategie werden sie gezielt qualifiziert und an den Orten eingestellt, an denen Arbeitskraftmangel besteht.

Ministerpräsident Plamen Oresharski hat zugegeben, dass seine Regierung in dem vergangenen Jahr nicht erfolgreich war. Er werde Ende Juli zurücktreten, sofern das dann Parlament beschlussfähig sei. Den letzten Halbsatz richtete er in Richtung der Opposition, die durch Fernbleiben die Arbeit des Parlamentes bis zum Rücktritt blockieren will.

Die Oligarschen Tsvetan Wassilew, Direktor der kooperartiven Handelsbank, und Deljan Peevski, Sohn der Besitzerin der Peevski-Mediengruppe und Abgeortneter der Volksversammlung, sind in einen handfesten Streit geraden. Neben festgenommenen Auftragsmördern spielt auch die Zahlungsunfähigkeit der KHB eine Rolle, einige Quellen sehen gar die aktuelle Bankenpanik als eine Folge des Streites.

25 000 bulgarische Firmen könnten wegen Steuerschuld ihre Unsatzsteuerregistrierung verlieren. Allein 300 größten Schuldner haben insgesamt über 100 000 Leva MwSt zu entrichten.

Bulgarien steht vor einer medizinischen Krise. Das Krankenhaus in der sechstgrössten Stadt Stara Zagora ist nicht mehr in der Lage, die Verpflegung der Patienten zu gewährleisten. Auch der Zukauf von lebensrettenden Medikamenten ist gefährdet. Nicht-Lebensnotwendige Medikamente werden nicht mehr angeschafft. Auch die Bezahlung des Personals bleibt aus oder verzögert sich stark. Andere Krankenhäuser des Landes haben mit ähnlichen Problemen zu kämpfen. Auch der Rettungsdienst ist betroffen.

 

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