Nachrichtenüberblick Bulgarien 10.08.2014 – 31.08.2014

Nachrichtenüberblick

Der Sofioter Zoo wurde aufgrund mehreren, ungeklärten Todesfällen von Tieren vorrübergehend geschlossen. Die gestorbenen Tiere,ein 2 Monate alter Steinbock, ein Kamel, 3 Gauren die groessten Rinder, eine Kuh und ein Yak und mittlerweile auch ein Bison,sind aber laut Aussage der Tiermediziner mit Sicherheit nicht an der Blauzungenkrankheit erkrankt, die sich diesen Sommer unter den milchgebenden Pflanzenfressern verbreitet. Die Bürgermeisterin von Sofia,Jordanka Fandakova, kommentierte bei einem Besuch des Zoos, dass der Zustand von einigen Tieren besorgnisnerregend sei.Der Zoo wurde für Besucher wieder freigegeben, nachdem das zuständige Verterinäramt keine Gefahr für Menschen bescheinigt hat. Die Blauzungen-Krankheit ist in 230 Orten aufgetreten und hat mittlerweile tausenden Tieren das Leben gekostet.

Skandal um Tsvetan Vasilev und die Bulgarische Nationalbank. Die BNB hat die KTB, die sich im Besitz Vasilevs befindet,unter strenge staatliche Aufsicht gestellt. Die KTB hat so auch ihre Lizenzen verloren. Die Bank hat Defizite in Höhe von 3,5 Milliarden leva. Einen Tag vor der Kontrolle und der zuständigen Bankenaufsicht wurden 205 Millionen Leva vom Vermögen der Bank abgezogen und an Vasilev abgegeben. Der Ausführende Direktor der Bank,Orlin Rusev, die zuständige Haupkassiererin,Margarita Petrova, und einige Führungpersonen sind vorrübergehend verhaftet worden. Nach Kautionszahlung sind Sie mittlerweile wieder auf freiem Fuss. Zwei Monate nach der aus der Pleite der KTB resultierenden Bankpanik zahlen die Leute ihre Ersparnisse langsam wieder ein.

In Sofia ist eine Frau bei einem Fahrstuhlunfall ums Leben gekommen, eine weitere wurde schwer verletzt. Unfallursache war ein gerissenes Trageseil der Kabine. Im Beeich der technischen Fahrstuhlpflege klagt man schon lange über Mangel an Personal. Ein Facharbeiter umsorgt mehrere tausend Fahrstühle,die monatlich gewartet werden müssen.

Vom Anfang des Jahres bis jetzt sind 230 Unfälle mit Gasanlagen in Autos registriert worden.

Die Einwohnerzahlen in bulgarischen Dörfern nehmen weiter stetig ab. Im Moment existieren über 500 Dörfer mit einer Einwohnerzahl unter zehn, 169 Dörfer sind Komplett unbewohnt. Ursachen hierfür liegen im demografischen Wandel, der Abwanderung ins Ausland und der Stadtflucht.

40.000 Kinder sind seit Jahresbeginn zur Welt gekommen. Damit liegt die Geburtenrate über der vom gleichen Zeitraum 2013 (+1300 Geburten). Das durchschnittliche Alter für die erste Geburt liegt in Bulgarien bei 27 Jahren.

Der ehemalige Minister-Präsident und Favorit bei der anstehenden Parlamentswahl ,Boiko Borisov, erwartet eine Energiekrise im Winter 2015. Die Gasvorräte seien nicht ausreichend. Borisov sagt, das Bulgargas kein Geld habe, um Gas zu besorgen. Nach der Meinung von Borisov hat man vom Krieg in der Ukraine nur Verluste zu leiden.

Fast 2 Millionen bulgarische Staatsbürger, also jeder dritte Einwohner Bulgariens hat 2013 oder im vergangen Teil von 2014 Korruptionsleistungen erbracht oder empfangen. Am stärksten betroffen ist die öffentliche Verwaltung.Für einen Grossteil der Bulgaren ist Bestechung ehr die Regel als die Ausnahme.

Die bulgarischen Universitäten bieten 72.000 freie Studienplätze im Jahre 2014,die Zahl der Abiturienten liegt jedoch nur bei 59.000, wovon 10.000 ein Studium im Ausland anstreben. Dieses enorme Defizit kann dazu führen,das viele Fakultäten geschlossen werden. Einige Studieneinrichtungen könnten ganz geschlossen werden. Im selben Zeitraum wurde bekannt, dass im Bildungshaushalt 26 Millonen Leva fehlen.

Der Fussballverein Ludogoretz Razgrad, bulgarischer Meister der Saison 2013/2014, hat mit einem grandiosen Sieg in der Championsleague-Qualifikation über Steaua Bukarest Fussballgeschichte geschrieben. Nachdem Torwart Vladislav Stoyanovnach einer Notbremse den Platz verlassen musste und Trainer Stojtscho Stoew bereits drei mal gewechselt hatte nahm kurzerhand Innenverteidiger Cosmin Monti seine Position ein, der im Elfmeterschiessen nicht nur grandiose Paraden Lieferte – sondern den Ball beim entscheidenden Schuss sogar festhalten konnte – die Höchststrafe für den Schützen. Ludogoretz gewann die Begegnung und wird so als Ultra-Aussenseiter an dem UEFA-Tunier teilnehmen.

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