Schnee, Sturm, Überschwemmungen – Wetterkapriolen in Bulgarien

CRW_7659

Ein ungewöhlich früher Wintereinbruch hat in Bulgarien am Wochende für Probleme gesorgt. Der nördliche Teil des Landes sowie die höher gelegenen Regionen haben mit bis zu 30 cm Neuschnee zu kämpfen. Da viele Bäume noch im Laub stehen und dieses die Schneemassen hält, ist die Belastung höher, als bei Schneefällen zu späteren Zeitpunkten. Daher kam es im Straßenverkehr teils zu massivsten Behinderungen, die wichtigen Passstraßen “Pass der Republik” und “Shipka” wurden zeitweise geschlossen, auf der Autobahn “Hemus”, die von der Hauptstadt Sofia nach Nordwesten führt, gab es kilometerlange Staus mit langen Wartezeiten. Auch die Stromversorgung ist stark in Mitleidenschaft gezogen worden, teilweise waren bis zu 10.000 Menschen ohne Strom. Im Gebiet des Buzludja-Denkmals bei Shipka im Balkangebirge mussten 11 Touristen, die das Wochenende in einer Bungalowanlage verbringen wollten, von der Feuerwehr evakuiert werden.
Während der Norden des Landes schneebedeckt darliegt, haben im Süden Regenfälle mit bis zu 100l/qm innerhalb weniger Stunden zu Überschwemungen gesorgt. Schwerpunkt war das Gebiet um die Städte Haskovo und Dimitrovgrad. Der Verkehr in den Städten kam zum Erliegen, etliche Häuser mussten Evakuiert werden. Zu den Überschwemmungen kamen in Meeresnähe Sturm und Orkanböhen. Hier ist bei einem Autounfall, der dem Wetter zuzuschreiben ist, ein 4 Monate alter Säugling ums Leben gekommen. In Bulgarien kam es im Laufe dieses Jahres ungewöhnlich oft zu Hochwassersituationen, mit dem traurigen Höhepunkt im Juni in Varna , bei dem 14 Menschen ihr Leben verloren haben. 

Einige Straßen können teilweise nur einspurig genutzt werden. Videoquelle Nova tv , Autor: Rusi Rusev

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *