Nachrichtenüberblick Bulgarien: Besuch aus den USA,Euro,Islamismus

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Bulgarien in der Euro-Zone

Bulgarien strebt Verhandlungen über die Euroeinführung an. Diese Nachricht teilte Finanzenminister Vladislav Goranov bei einem Besuch in Litauen, das den Euro zu Jahresbeginn als offizielle Währung angenommen hat, mit. Verbraucherschützer und Teile der Bevölkerung befürchten eine Preiserhöhung trotz der bereits existierenden Währungsbindung. Der nächstmögliche Zeitpunkt zum Beitritt der Eurozone ist 2019. Im Ausland wird die Einführung der Gemeinschaftswährung in Bulgarien jedoch kritisch gesehen, es ist mit dem Veto mehrerer Staaten zu rechnen. Korruption und mangelnde Rechtsstaatlichkeit machen eine tatsächliche Einführung des Euro in naher Zukunft unwahrscheinlich.

US-Außenminister John Kerry besucht Bulgarien

Der Außenminister der USA,John Kerry besuchte Bulgarien, unter anderem um die amerikanische Unterstützung Bulgariens zu bestätigen. Ausserdem rief Kerry für eine Umstrukturierung in der Energieversorgung in Bulgarien auf, da das Land im Moment noch zu stark von russischem Gas abhängig ist. Der amerikanische Politiker traf sich mit dem Präsidenten Rossen Plevneliev, mit Ministerpräsident Boiko Borissov und mit Außenminister Daniel Mitov. Kerry wies nochmal gezielt darauf hin, dass er in Bulgarien einen zuverlässigen NATO-Partner sieht und es deswegen für Amerika wichtig sei, sich als guter Partner von Bulgarien zu zeigen, besonders in Zeiten, “in denen wichtige Entscheidungen getroffen werden müssen”. Kerry ging auch auf das Korruptionsproblem Bulgariens ein und bekräftigte die Notwendigkeit der Schaffung einer Atmosphäre für Investitionen. Das bulgarische Justizsystem brauche Veränderungen. Ausserdem wurden Visaangelegenheiten besprochen. Kurz nach dem Besuch von Außenminister Kerry hat das bulgarische Parlament die umstrittene Gas-Abbau-Methode “Fracking” klar abgelehnt.

Mutmasslicher Komplize der Terroristen von Paris wurde in Bulgarien festgenommen

Ein 29-jähriger Mann, der von der französischen Polizei wegen des Verdachts auf Beteilung an den Terroranschlägen von Paris gesucht wird, wurde am ersten Januar an der Grenze zur Türkei verhaftet. Der primäre Grund zur Verhaftung war die Anklage wegen die Entführung seines eigenen Sohnes. Die Anzeige hierfür kam von der Ehefrau des Inhaftierten, nach ihrer Meinung ist ein Prediger des radikalen Islams gefährlich für das Kind. Er leugnet die Absicht, sich dem islamischen Staates anzuschließen zu wollen, gibt aber zu mit einem Attentäter aus Paris befreundet zu sein. Über eine mögliche Auslieferung nach Frankreich wird in einem Verfahren am 20. Januar entschieden.

Bulgarien will Grenzzaun zur Türkei ausbauen

Die Regierung in Sofia will den Zaun entlang der bulgarisch-türkischen Grenze ausbauen. Das 30 Kilometer lange Bauwerk werde um 82 Kilometer verlängert, gab Ministerpräsidenten Boiko Borissow bekannt. Bulgarien will mit dem Zaun Flüchtlinge aus dem Bürgerkriegsland Syrien und anderen Krisenregionen sowie andere Illegale Einwanderer fernhalten. Die Kosten für den Ausbau belaufen sich auf 46 Millionen Euro. Der Ausbau wird von der UN-Flüchtlingsorganisation UNHCR massiv kritisiert.

Das Wetter

Der Winter lässt in ganz Bulgarien weiter auf sich warten. Uns steht eine bewölkte, gegen Ende auch regnerische Woche mit Temperaturen um die 10 Grad bevor. Auch die Temperaturen nachts bzw. früh Morgens erinnern mit Werten um den Gefrierpunkt ehr an den Spätherbst. Gerade in den höhergelegenden Orten ist mit Nebel zu rechnen.

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