Nachrichtenüberblick: Kälte,Silvester,Migrationspolitik

Silvester Sofia

Kälteopfer in Bulgarien

Eine starke Kältewelle mit bis zu minus 26 Grad hat Bulgarien über die Jahreswende heimgesucht. Im am stärksten betroffenen Nordwesten des Landes waren mehrere Ortschaften ohne Strom, auch die Wasserversorgung wurde beeinträchtigt. Drei Personen sind der Kälte zum Opfer gefallen, zwei davon im Südwesten Bulgariens.Noch schlimmer erwischt hat es das Nachbarland Rumänien, in dem 22 Menschen Opfer der bis zu -30 Grad kalten Temperaturen wurden.

Silversterfeier in Bulgarien

Trotz tiefer Minustemperaturen haben knapp 10 000 Leute das Neue Jahr im Freien in Sofia gefeiert. Zum 16-ten Mal haben die Einwohner und Gäste der Hauptstadt die Gelegenheit gehabt,das neue Jahr am „Knyaz Alexander I” Platz mit dem Konzert “Bühne unter Sternen“ willkommen zu heissen. Sänger und Bands aus verschiedenen Stilrichtungen haben das Publikum unterhalten.In anderen Städten gab es vergleichbare Veranstaltungen.

Präsident Rosen Plevneliev hat in seiner Neujahrsansprache an die politischen und sozialen Schwierigkeiten, mit denen die Gesellschaft 2014 konfrontiert wurde, erinnert. Er sprach vom vorgezogenen Regierungswechsel,den Naturkatastrophen, und mehreren Industrieunfällen mit vielen Opfern. Er stellte mit Stolz fest, dass die Bulgaren sich zur Bekämpfung der Schwierigkeiten geeinigt haben und ihren Landesleute in der Not unterstüzten. Hunderte Freiwillige, 2 Millionen Leva Spendengelder und Tonnen von Sachspenden haben den Opfern der Hochwasser- und Flutsituationen im Lande geholfen. Plevneliev sieht darin ein gutes Zeichen und einen Grund für Hoffnung und Stolz. Gleichzeitig mahnte das Staatsoberhaupt die Politik, Stabilität im Lande zu schaffen.

Änderungen in der Migrationspolitik für Flüchtlinge

Wende in der Migrationspolitik. Flüchtlinge aus Ländern wie Syrien und dem Irak sollen künftig nicht nur vorübergehend Unterkunft, Verpflegung und medizinische Versorgung erhalten, sondern in die Bevölkerung integriert werden. 2015 werde zudem ein Nationalrat für Migrationspolitik seine Arbeit aufnehmen. Wegen der mangelhaften Integration von Flüchtlingen wurde der Chef der Flüchtlingsbehörde, Nikolaj Tschirpanliew, entlassen. Bulgarien wird seit 2013 von der Ankunft von immer mehr Flüchtlingen, besonders aus den Krisengebieten regelrecht überfordert.

Feiertage

4 Januar – Der Tag der Befreiung von Sofia
Am 4 Januar vor 137 Jahren marschierte die russische Armee unter der Anführung von General Josef Wladimirowitsch Gurko in Sofia ein und befreite die Stadt von der Besetzung des osmanischen Reiches.

Das Wetter

Die kommende Woche wird im ganzen Land meist niederschlagsfrei erwartet. Bis Donnerstag verteilen sich die Temperaturen Zwischen 2 und -5 Grad tagsüber. Nördlich des Stara Planina ist es dabei etwas kälter, die Temperaturen können hier Nachts auch weiterhin im zweistelligen minusbereich liegen. Freitag und am Wochenende dann landesweit wärmer,Temperaturen bis zu +10 Grad im Norden bzw. +15 Grad im Süden sind möglich.

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