Nachrichtenüberblick: Raubmord, Wetter, Steinmeier in Bulgarien

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Mord an Studentin in Veliko Tarnovo

Am 3 März wurde die seit dem 28 Februar vermisste Studentin Veronika tot aufgefunden. Ihre Leiche wurde von einem Angler im Fluss Yantra in Bahnhofsnähe endeckt. Es wurden mehrere Kopfverletzungen festgestellt, durch welche die 23-jährige starb. Es gab keine Spuren sexuellen Missbrauchs, die Polizei geht von einem Raubmord aus. Mittlerweile ist ein Mann verhaftet worden, der zugegeben hat, Veronika am 28. Februar mit einem Werkzeug umgebracht zu haben. Der 40-jährige Roma,der bisher insgesamt 15 Jahre im Gefängnis wegen Diebstahl-Delikten abgesessen hat, war bereits zu 4 weiteren Jahren verurteilt, hat sich jedoch dem Strafvollzug verborgen. Er konnte durch das Überwachungsvideo eines Geldautomaten überführt werden, an dem er Geld vom Konto des Opfers abzuheben versuchte. Mittlerweile widerrief der Beschuldigte sein Geständnis und behauptet, er sei zu der Aussage gezwungen worden.
Der 5.März wurde von der Führung der Universität in Veliko Tarnovo zu einem Trauertag erklärt. Viele Leute versammelten sich, um gegen die Kriminalität und die fehlende Straßenbeleuchtung in der Gegend des Bahnhofes zu protestieren. Die Protestierende fordern von härter Strafverfolgung in Roma-Gebieten bis hin zur Rückkehr zur Todesstrafe.

Steinmeier in Bulgarien

Der deutsche Außenminister war auf Arbeitsbesuch in Bulgarien. Neben Gesprächen mit dem bulgarischen Außenminister Mitov über die Situation in der Ukraine besprach Steinmeier mit der bulgarischen Regierung auch innenpolitische Themen wie die Verbesserung von Bulgariens Wirtschaftsklima und die Umsetzung einer Justizreform. Er sicherte die Unterstützung Deutschlands bei diesen Reformen zu. 5000 deutsche Firmen seien in Bulgarien tätig und 7000 bulgarische Studenten bekommen ihre Hochschulbildung in Deutschland, lobte Steinmeier. Deutschland und Bulgarien sind Handelspartner und Steinmeier betonte, dass die beiden Länder sich gegenseitig brauchen. Deutsche Unternehmen haben über 2,3 Milliarden Euro in den vergangenen zehn Jahren in Bulgarien investiert, womit sie eine große Bedeutung für die bulgarische Wirtschaft hatten. Auch die Schaffung weiterer Investitionsmöglichkeiten wurde besprochen.

Unwetter in Bulgarien

In Südbulgarien haben Schneefälle mit bis zu einem Meter Höhe für infrastrukturelle Probleme gesorgt. Über 800 Orte sind ohne Strom. Einige Häuser und Dörfer sind komplett von der Aussenwelt abgeschnitten, teilweise lassen sich die Türen und Fenster der Häuser nicht öffnen. Eine Frau starb, weil sie sich wegen des Wetters kein Insulin besorgen konnte. Eine schwangere Frau wurde mit dem Rettungshubschrauber ausgeflogen. In der Region Razlog wurden drei Snowboardfahrer von einer Lawine erfasst und starben.
Fluss Ropotapo trat über die Ufer und überschwamm große Flächen in der Region um Burgas. Auch hier wurden einige Straßen gesperrt.

Das Wetter

Diese Woche wird überwiegend bedeckt, jedoch merklich wärmer. Im Süden einzelne Regentage, zum Wochenende hin im ganzen Land Regenschauer.Im Südwesten sowie in Gebirgslagen auch Schnee. Die Nachttemperaturen werden den Gefrierpunkt kaum unterschreiten. An der Küste steife Briesen bis Windstärke 5.

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