Ausschreitungen in bulgarischem Flüchtlingsheim

Symbolbild

In einem Flüchtlingsheim im bulgarischen Harmanli, unweit der türkischen Grenze, ist es am Donnerstag zu massiven Ausschreitungen gekommen. 1500-2000 Flüchtlinge, vorwiegend aus Afghanistan lieferten sich über Stunden Straßenschlachten mit Polizei und Gendarmerie. Sie zündeten Autoreifen und Müllcontainer an und bewarfen die Sicherheitskräfte mit Steinen und Flaschen. Die Polizei Reagierte mit Wasserwerfern und Gummigeschossen. 24 Polizisten und 2 Migranten wurden verletzt. Das neue Wohnheim, welches mit Mitteln der EU errichtet wurde, wurde stark in Mitleidenschaft gezogen. Insgesamt sind in dem Wohnheim an die 3000 Flüchtlinge untergebracht.

Ca. 300 Angreifer wurden festgenommen und in einer ehemaligen Kaserne isoliert. Sie sollen so bald wie möglich das Land verlassen. Die erste Maschine in Richtung Afghanistan werde im Dezember starten, so der scheidende Ministerpräsident Boyko Borissow.

Auslöser der Unruhen war eine Verordnung, die den Bewohnern untersagte, das Lager zu verlassen sowie deren Wunsch, weiter nach Zentral-Europa ziehen zu dürfen.

In Bulgarien leben im Moment ca. 13.000 Flüchtlinge, überwiegend aus Afghanistan. Eine große Zahl von ihnen sind nach dem Dublin-Abkommen zurückgeführte Menschen aus westlichen EU-Ländern.

 

 

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