Schnee und Kälte haben Bulgarien fest im Griff

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Wie erwartet steckt Bulgarien fest in der Hand des Winters. Temperaturen von unter -20 Grad und heftige Schneefälle haben den Straßenverkehr ab dem vergangenen Wochenende zum Erliegen gebracht, Schulen und Kindergärten wurden geschlossen. 4 Menschen starben.

Aufgrund starken Schneefalles wurden viele Straßen im Land geschlossen. Mehr als die Hälfte der über 5000 Dörfer sind oder waren wenigstens zeitweise von der Außenwelt abgeschlossen, viele über mehrere Tage. Nahezu alle Nebenstraßen wurden für Fahrzeuge über 12.5 Tonnen gesperrt. Außerdem sind viele Gebirgspässe komplett geschlossen. Die Bevölkerung wird angehalten, nicht notwendige Fahrten mit dem PKW zu meiden und sich wenn möglich an die Hauptstraßen zu halten. Es sollten stets genug Treibstoff, warme Getränke, Decken und ein funktionierendes Handy mitgeführt werden. Mehrfach mussten die Rettungsdienste bereits Personen aus havarierten Kraftfahrzeugen evakuieren.  Bahnreisende müssen sich auf Stundenlange Verspätungen einstellen, der Flughafen Sofia bittet reisende, sich 2 Stunden vor der planmäßigen Abflugzeit am Flughafen einzufinden. Der Flughafen Varna wurde komplett geschlossen. Durch Enteisungen und Räumung der Landebahnen und Taxiways kommt es ebenfalls zu Flugverspätungen. Am Mittwochmorgen waren noch 117 Ortschaften ohne Strom, insgesamt sind knapp 23.000 Menschen betroffen. Vielerorts sind Schulen und Kindergärten geschlossen.

Besonders schlimm hat es den Nordosten des Landes erwischt. In den Gemeinden Dobrich und General Toschevo wurde der Notstand ausgerufen, teilweise wurde das Militär mit der Räumung der Zufahrtsstraßen beauftragt Aufgrund einer gebrochenen Oberleitung ist in 10 Orten die Stromversorgung nachhaltig gestört, die Wasserversorgung ist ebenfalls Beeinträchtigt.

An der Grenze zur Türkei sind 2 Irakische Flüchtlinge ums Leben gekommen, eine Somalierin wurde ebenfalls Opfer der Kälte. Ein junger Mann ist bei einem Lawinenunglück im Rilagebirge ums Leben gekommen.

Störungen der Infrastruktur sind in ganz Bulgarien noch wenigstens bis zum 22.Januar zu erwarten, so ein Sprecher des bulgarischen metrologischen Dienstes NIMH-BAN

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